Mode ist nicht nur Kleidung. Mode ist eine Haltung, eine Lebenseinstellung und eine Form von Kunst. Zwei Wörter sind unweigerlich mit der Mode der 70-er verbunden - "Defizit" und "Beziehungen". Die Sachen, die aus dem Ausland kamen, konnten in einem der Geschäfte "Berioschka" oder zu kleinen Teil im GUM gekauft werden. Jedoch hatten diese Möglichkeiten nur Beamten und Funktionäre. Gewöhnliche Menschen versuchten, in den überfüllten Märkten hochwertige Kleidung zu finden, und viele fuhren dafür in die Hafenstädte - Wladiwostok, Kaliningrad, Odessa, Leningrad. Ausländer, die Kleidung verkauften, nahmen Kaviar aus Russland und Goldschmuck mit. Es war die Ära der kurzen Röcke, die Länge bzw. Kürze würde heute fast provozierend erscheinen. Zusammen mit den Rolling Stones, den Beatles und dem Film "Saturday Night Fever" mit John Travolta kam die Mode der Schlaghosen, die zu Ikonen des Jahrzehnts wurden. Trotz des "Eisernen Vorhangs" gelang es den russischen Designern, erfolgreich auf internationalen Bühnen zu spielen - zum großen Teil aufgrund ihrer Einbildungskraft und ihres Einfallsreichtums. Also, es gibt einen Fall, als der Modedesigner Vyacheslav Zaitsev  für eine Gruppe, die eine Auslandsreise antrat, in zwei oder drei Stunden schicke Badeanzüge aus Vorhängen und Gardinen fertigte.

Einer der ältesten Einrichtungen war das Modehaus in Leningrad. Das dort gemachte Magazin mit  der neuesten Mode machte viele Frauen in der Sowjetunion verrückt.